Gebaeude Möller Druck

Papierlos arbeiten

„Wir sind sicher, dass wir mit dieser Software unsere Anforderungen der Zukunft gut bewältigen können.“ So begründet Jörg Ketzer, Leiter technisches Controlling bei der Möller Druck und Verlag GmbH in Ahrensfelde, die Entscheidung zugunsten des Management Information Systems (MIS) pagina|net. Nachdem der Rollen- und Bogenoffsetbetrieb schon über Jahre mit dem Vorgängerprogramm gearbeitet hatte, setzte sich dieses bei einer kürzlich erfolgten Marktsondierung erneut durch. Was der Druckbetrieb mit dem Programm vorhat, erläutert Ketzer im Interview. Der gelernte Schriftsetzer ist Projektleiter MIS und auch für die Nachkalkulation und das Qualitätsmanagement zuständig.

Herr Ketzer, welche Bedeutung hat ein MIS-Programm wie pagina|net für ein Unternehmen Ihrer Größe und Ausrichtung? Kann man überhaupt noch ohne branchenspezifische Kalkulations- und Administrationsprogramme auskommen?

Ketzer: Wir können heute sicherlich sagen, dass wir ohne ein modernes und funktionierendes MIS nur schwer in der Lage wären, auf die Wünsche und Anforderungen der Kunden so schnell und akkurat zu reagieren, wie wir es heute tun. Als Rollen- und Bogenoffset-Betrieb, der jährlich periodische Zeitschriften und mehrere tausend Aufträge produziert, brauchen wir einfach eine verlässliche Daten-Basis, auf die die Kalkulation, die Abrechnung, aber auch der Vertrieb und die Geschäftsführung von allen Rechnern aus zugreifen können. Ein wichtiger Grund ist auch die heute notwendige Flexibilität und Schnelligkeit. Die inzwischen ständige Veränderung von Auflagen und Seitenzahlen oder auch die Verschiebung von Lieferdaten beziehungsweise Lieferorten lässt sich auf Papier oder in Excel einfach nicht mehr vorhalten, gerade, wenn man wie wir über Nacht klebegebundene Zeitschriften mit mehr als 40 000 Exemplaren produziert.

Wie Sie berichten, wollen Sie die Leistungen des MIS noch stärker im Unternehmen nutzen. Was heißt das konkret?

Ketzer: Im Augenblick verwenden rund 20 Mitarbeiter pagina|net, in erster Linie im Bereich der Stammdatenverwaltung, Kalkulation, Materialwirtschaft und in der Abrechnung. Über die Software und die angeschlossene Datenbank erfassen und speichern wir zudem Preise und Aufwände im Bereich der Logistik und des Versandes, zudem erhält der Vertrieb automatisch die Offene-Posten-Liste, so dass er autonom bei den Kunden nachfassen kann. Die detaillierte Auswertung von betriebswirtschaftlichen Daten und Statistiken gehört natürlich auch dazu. Gleiches gilt für den Einsatz im Marketing. Zukünftig wollen wir die gesamte Betriebsdatenerfassung und die Auftragssteuerung über pagina|net abwickeln.

Könnten Sie das bitte näher erläutern.

Ketzer: Heute drucken wir die Auftragstaschen aus und tragen sie dann durch das Unternehmen, nicht selten wechselt sie mehrmals am Tag den Bearbeiter. Die Schwierigkeit dabei: Kommt es zwischenzeitlich zu Veränderungen, zum Beispiel in der Auflage, müssen die neuen Informationen aufwändig bekannt gemacht werden, gerade in hektischen Zeiten kostet das Zeit und es ist nicht immer klar, ob auch alles richtig beim Empfänger ankommt. Die immer noch über Papier abgewickelte Erfassung von Zeiten, Verbräuchen und von sonstigen Betriebsdaten ist ein weiteres Feld. Künftig wollen wir beide Bereiche komplett papierlos abwickeln. Entweder wir spielen dazu die von den Maschinen erstellten Daten automatisch in pagina|net ein oder die Mitarbeiter erfassen die Daten an Bildschirmen an ihren Arbeitsplätzen. An diese Arbeitsstationen werden dann auch die jeweils neuesten Auftragstaschen-Status online übertragen.

Es gibt zahlreiche Anbieter von MIS im Markt. Warum haben Sie sich wieder für pagina|net entschieden?

Ketzer: Dass wir weiter auf pagina|net setzen, liegt an einer umfangreichen Sondierung und Bewertung des Marktes. Nachdem wir schon über Jahre mit dem Programm gearbeitet haben und dachten, da gibt es doch inzwischen sicherlich etwas Besseres, haben wir vor zwei Jahren verschiedene Anbieter geprüft und diese vor allem in Bezug auf unsere Ziele bewertet. Das Spannende war: Das, was die anderen Anbieter hatten, bot pagina|net in Gänze auch, aufgrund der offenen Schnittstellen häufig sogar besser und flexibler. Nimmt man das gute Preis-Leistungsverhältnis und den hohen Einsatz der Pagina-Mitarbeiter hinzu, erzielte das Unternehmen sehr viele Pluspunkte. Warum sollten wir so die im Grunde über Jahre gute Erfahrung nicht weiter nutzen und mit pagina|net die Zukunft meistern?

Und wie geht es jetzt weiter?

Ketzer: Wir haben uns vorgenommen, spätestens Ende 2015 auf dem neuesten Stand zu sein und so weit wie möglich papierlos zu arbeiten. Wenn alles so läuft, wie wir es erwarten, können wir dann die gesamte Leistungsfähigkeit von pagina|net von der BDE-Erfassung über die grafische Kalkulation bis hin zu PPS und jdf nutzen und unsere Abläufe damit weiter verbessern. Da wir sehr motivierte Mitarbeiter haben, bin ich mir sehr sicher, dass auch diese gern bei diesem Projekt mitmachen.

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Möller Druck und Verlag GmbH

Die Möller Mediengruppe ist ein Verbund mehrerer vernetzt agierender Firmen, zu der neben der Druckerei auch ein Verlag, eine Agentur sowie die Möller Medien Vertrieb GmbH gehören. Wie es auf der Homepage des vor rund 120 Jahren gegründeten Unternehmens heißt, ist die Mediengruppe damit „die einzige crossmediale Anbieterin rund um Heatsetrollenoffsetdruck in Berlin/Brandenburg, die die komplette Wertschöpfungskette für Kunden aus der werbetreibenden Wirtschaft, Verlags- und Medienbranche sowie der Agenturszene zur Verfügung stellt. In der Druckerei sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, zum Einsatz kommen eine 16-Seiten- und 32-Seitenrotation sowie eine 5-Farben-Bogenoffsetmaschine inkl. Dispersionslackwerk im Format 74 x 104.