pagina|net hat positiv überrascht

Was tun, wenn der über Jahre verlässlich genutzte MIS-Softwareanbieter plötzlich ankündigt, das Programm in den nächsten Jahren einzustellen? Zweifeln, verärgert sein, womöglich der getroffenen Investition nachtrauern? Bei der Wuppertaler Ley + Wiegandt GmbH + Co kam von allen diesen Reaktionen keine in Frage, ganz im Gegenteil. Nur wenige Wochen nach der Ankündigung des amerikanischen Dienstleisters, das Programm und den Online-Shop zu schließen, entschied sich die inhabergeführte Druckerei mit mehr als 40 Mitarbeitern dafür, vollständig auf pagina|net zu setzen. Und das ab 2014.

Die seit exakt 100 Jahren bestehende Ley + Wiegandt GmbH + Co versteht sich nach eigenen Worten als Full-Service-Anbieter für Druckproduktionen und ergänzende Dienstleistungen in den Bereichen der digitalen Vorstufe, der Druckweiterverarbeitung und Veredelung. Eine wichtige Rolle in dem Bogenoffsetbetrieb, der bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat, spielen zudem die Lagerhaltung, das Fulfillment und der Versand. Und genau in diesen Segmenten lag und liegt auch einer der wichtigsten Gründe, warum der Familienbetrieb auf ein neues MIS umsteigt. Jan Vetter, geschäftsführender Gesellschafter bei der Ley + Wiegandt GmbH + Co: „Wir spüren augenblicklich markantes Wachstum bei Konfektionierung, Lager und Logistik. Immer mehr Kunden wollen diese Angebote nutzen, erwarten von uns als Dienstleister dann aber auch besonders gute organisatorische Leistungen. Wenn uns“, so Vetter weiter, „gerade hier aber unser MIS bremst, weil die Buchungen von Entnahmen und Eingängen sehr kompliziert sind, dann mussten und müssen wir handeln.“ Das Unternehmen entschied sich somit noch im Juni 2013, also nur wenige Tage nach Bekanntwerden des Ausscheidens des jetzigen Dienstleisters, ein neues MIS zu suchen und dieses spätestens Anfang 2014 einzuführen. „Unser Prinzip“, so Vetter, „war es nie zu warten, sondern aktiv und mit neuen Ideen auf dem Markt zu agieren, also auch hier.“

Erfolgreiche Suche

Die Prinzipien, die bei dieser Suche galten, waren stark von den Erfahrungen mit dem jetzigen System geprägt. Konkret hieß das: Die neue Software sollte nicht mehr eine Miet-, sondern nur noch eine Kaufsoftware sein, das System musste alle Bereiche der Druckerei abdecken können, zudem bestand der Wunsch, einfache Änderungen mit vorhandenem IT-Wissen selbst vornehmen zu können. Auf der Wunschliste fanden sich darüber hinaus faire Preise und Konditionen, vor allem im Bereich der Wartung und des Supports sowie eine große Zahl an Referenzen und Installationen im Markt. Was Vetter zu Beginn der Suche nicht glauben konnte: Ein Programm, das in der Druckereiwelt nicht jedem auf Anhieb geläufig ist, machte das Rennen, nämlich pagina|net. „Ganz ehrlich“, erinnert sich der Geschäftsführer, „den Anbieter hatten wir zu Anfang gar nicht auf unserer Liste, die insgesamt vier Namen umfasste.“ Ursprünglich ging man irrtümlich davon aus, das Programm sei ein Kalkulationsprogramm, nicht aber ein vollständiges und ausgereiftes MIS-System. Als sich Vetter jedoch im Markt um tat und befreundete Unternehmen nach ihren Erfahrungen mit Software-Systemen befragte, erlebte er überrascht, dass von diesen Eindrücken und Erwartungen wenig zu finden war, ganz im Gegenteil. Der Name pagina|net tauchte sehr häufig auf und das nicht mit Frust, sondern mit überaus positiver Bewertung. Die Nutzer sprachen mit großer Überzeugung von dem Programm und lobten das Preis-Leistungsverhältnis, den logischen Aufbau und die offene Schnittstellenpolitik. „Als dann ein befreundeter Unternehmer ebenfalls die PaginaNet GmbH zur Wettbewerbspräsentation einlud“, beschreibt Vetter, „waren sprachen wir den Anbieter an.“

pagina|net überzeugte auf ganzer Linie

Und tatsächlich war das Ergebnis überzeugend: Als erstes fielen den Anwesenden die speziell auf eine Druckerei ausgerichteten Funktionen, die Logik und die einfache Benutzerführung auf. Wie es Vetter heute ausdrückt, hätten sich die Führungskräfte und die eingeladenen Mitarbeiter deshalb auch sofort mit dem Programm wohl gefühlt und die Funktionen und Funktionalitäten auf Anhieb verstanden. Als Pluspunkt vermerkten die Verantwortlichen zudem, dass in pagina|net grundsätzlich alle Module, die ein MIS braucht, verfügbar waren. „Meinem Verständnis nach“, so Vetter zur Erklärung, „ist ein vollwertiges MIS eine Software, mit der alle, wirklich alle Bereiche einer Druckerei abgedeckt werden – von der Verwaltung über den Lohn bis hin zu Lager und Disposition, im Grund also, wenn alle unsere Mitarbeiter damit arbeiten können.“ Was die Geschäftsführung zudem positiv vernahm, war das Gefühl einer guten Partnerschaft und ehrlichen Kommunikation. So sei das Gefühl aufgekommen, es träfen sich zwei Partner auf Augenhöhe. „Wir waren von einer bevorstehenden guten Zusammenarbeit überzeugt“, so Vetter.

Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis

Die Preisgestaltung der PaginaNET GmbH sorgte darüber hinaus für Zufriedenheit und Akzeptanz bei Ley + Wiegandt, sowohl was den Kaufpreis als auch die monatlichen Wartungsgebühren angeht. Diese lägen nämlich insgesamt deutlich unter den vorherigen Gebühren. „Wir haben das Gefühl, dass das Preis-Leistungsverhältnis wirklich passt. Wir bekommen die Leistungen geboten, die die Kosten wirklich wert sind.“ Im Kaufpreis sind neben dem klassischen MIS-Programm auch die damit verbundene JDF-konforme Produktionsplanung, eine Browser-gestützte Betriebsdatenerfassung und ein Tool für die jdf-Integration der Vorstufe enthalten. Hinzu kommen Aufwendungen für Sonderprogrammierung und Anpassungen. Vetter: „Gerade in unserem Segment der Just-in-Sequence-Produktionen müssen Lieferscheine und Rechnungen genau so aussehen wie es SAP vorgibt oder es gibt spezielle Anforderungen an EXCEL.“

Offene Schnittstellen

Die Offenheit der Anwendung in Bezug auf die Anbindung an andere Systeme machte die Entscheidung schließlich rund. Da zum Beispiel jedes WebtoPrint-System angebunden werden kann, gibt es für das Wuppertaler Druckhaus nun auch keinen Druck, schnell den aktuellen Webshop wechseln zu müssen. Die Entscheidung über die Weiterführung oder den Austausch kann in den nächsten Monaten in Ruhe und Gelassenheit getroffen werden.

Ley und Wiegandt