Österreichische Sandler print&packaging profitiert von Win-Win-Partnerschaft mit PaginaNet GmbH

Ein leistungsstarkes Management-Informations-System (MIS) gehört heute zu den wichtigsten Bestandteilen erfolgreichen Druckerei-Managements. Doch welches der im Markt angebotenen Systeme ist das Richtige für den eigenen Betrieb und wie schafft man eine gelungene Einführung? Bei der Sandler print&packaging im österreichischen Marbach an der Donau sind diese Fragen seit Mitte 2018 ein und für allemal beantwortet. Das Familienunternehmen, das sich selbst als eine der modernsten Bogenoffsetdruckereien in Europa bezeichnet, nutzt die Software pagina|net und hat mit dem gleichnamigen IT-Dienstleister aus Dortmund eine ganz besondere Form der Zusammenarbeit vereinbart.

Wer mit Hannes Sandler Kaffee trinkt, spürt ganz schnell: Der Geschäftsführer der sandler print&packaging in Marbach an der Donau hat schon alles erlebt, was es in der Druckbranche zu erleben gibt und entsprechende Lehren daraus gezogen. Egal ob Startup-Feeling in der Garage, zweimaliger Totalschaden wegen Hochwassers oder aktuell Chef von rund 80 Mitarbeitern. Dies gilt auch für den Bereich Management-Informations-Systeme, kurz MIS. „Wir haben in der Vergangenheit“, erzählt der 46jährige, „schon mehrere solcher Systeme im Einsatz gehabt und dabei immer wieder auch sehr viel Lehrgeld bezahlen müssen.“

 

Projekt abgebrochen

Die letzte dieser schlechten Erfahrungen liegt dabei gerade einmal drei Jahre zurück. Um die bis dato eingesetzte Lösung Prinance zu ersetzen, startete das Unternehmen ein Pilotprojekt mit einem amerikanischen Anbieter. Sandler: „Gemäß unserer Maxime, als Erster das Beste im Markt zu nutzen, wollten wir auch beim MIS den Wettbewerbsvorsprung eines neuen Systems nutzen“. Was die Verantwortlichen des Offset-, Digital- und Weiterverarbeitungsbetriebes in Österreich nicht erwarteten: Vieles von dem, was der Anbieter an Leistung versprach, wurde nicht eingehalten, oder war, wie zum Beispiel eine Funktion für Auftragsbestätigungen, gar nicht vorhanden. Folge: Nach wenigen Monaten Projektarbeit brach der Familienbetrieb, der vorwiegend mittlere und große Auflagen verarbeitet, das Projekt ab und arbeitete weiter mit Prinance. Dies allerdings mit dem klaren Plan, das System nur solange zu nutzen, bis eine Software gefunden wurde, die hielt, was sie versprach.

pagina|net gewann das Rennen

Das Programm, das diese Vorgabe aus Sicht von Sandler am besten erfüllte und auch gegen Anbieter aus der Schweiz und Österreich punktete, war pagina|net von der paginaNet GmbH aus Dortmund. Wie Alexander Dürregger, bei Sandler für alle Themen in Sachen IT und Anbindung und damit auch für die MIS verantwortlich, erläutert, hatte dies mehrere, auch ungewöhnliche Gründe. Einer davon: Die Software war von der Grundlage bereits sehr gut und mit allen relevanten Funktionalitäten ausgestattet, in vielen Spezialbereichen aber noch ausbau- und erweiterungsfähig. Als wir uns eingehend mit dem Konzept des Anbieters, der genutzten Datenbank sowie den offenen Schnittstellen beschäftigten, war klar, dass hier die besten Voraussetzungen geboten waren, um darauf aufbauend, unsere ganz speziellen Unternehmens-Anforderungen programmieren und umsetzen zu lassen.

Besondere Form der Zusammenarbeit

Was den Verantwortlichen bei Sandler zudem gefiel, war die Offenheit mit der die Geschäftsführung der paginaNet GmbH an die Zusammenarbeit heranging. Wie viele Maschinenhersteller, für die Sandler Hinweisgeber und Partner bei Weiterentwicklungen und Ergänzungen ist, war auch der Dortmunder MIS-Anbieter froh und dankbar, eine besondere „Win-Win-Partnerschaft“ zu entwickeln und zu leben. Alle Sonder-Programmierungen, neu entstandenen Funktionen und Erfahrungen, die für das direkt an der Donau gelegene Unternehmen entwickelt wurden, konnte danach in Marketing und Vertrieb eingesetzt werden. Sandler bekam wiederum alle speziellen Anforderungen von Druckereierfahrenen und hochmotivierten Programmierern umgesetzt und konnte sich auf die Kompetenz eines verlässlichen und engagierten Software-Dienstleisters aus der Druckbranche verlassen.

Langfristige Partnerschaft

Dass die Umsetzung des idealen MIS für Sandler langfristig angelegt war, stand für beide Partner von Anfang an fest und vertiefte das Vertrauen in die Kooperation. Dies galt erst recht, als es für Sandler print&packaging noch einen weiteren wichtigen Punkt gab, der für die Zusammenarbeit mit der paginaNet GmbH sprach: Die Bedeutung des Kunden für den Dienstleister. Sandler: „Würden wir mit einem anderen, möglicherweise größeren IT-Partner zusammenarbeiten, wären wir wahrscheinlich nur eine Nummer unter vielen Kunden. Bei paginaNet haben wir feste Ansprechpartner, die sehr schnell und direkt unsere Wünsche erfüllen.“

Kontinuierliche Erweiterung von Anwendungen

Als der Vertrag 2018 auf Basis der voran gegangen Grundlagen geschlossen wurde, war damit ein klarer Ablaufplan verbunden. Zunächst würden in Marbach die Grundfunktionen von pagina|net, also zum Beispiel Stammdatenmanagement, Kalkulation, Materialwesen sowie Auftragsverwaltung implementiert werden. Die nächsten Schritte wie Betriebsdaten-Erfassung, Plantafel und Spezialprogrammierungen, wie zum Beispiel ein System, bei dem wirklich jeder Artikel im Lager digitalisiert ist, sind gerade in Arbeit. Die Art und Weise, wie diese Zusammenarbeit im Bereich Individualprogrammierung ablaufen sollte, wurde dabei so definiert: Alle wichtigen, speziellen Ideen werden bei Sandler gesammelt und an die Mitarbeiter der paginaNet GmbH weitergegeben. Diese programmieren, testen und überlassen die Anwendung dem Auftraggeber zur Prüfung. Sind alle Wünsche eingearbeitet wird die Programmierung abgeschlossen und der neue Programmteil in den Echtbetrieb übernommen.

System läuft reibungslos

Gut ein Jahr, nachdem die erste Stufe in der Zusammenarbeit mit der paginaNet GmbH gestartet wurde, ist man in Marbach mit dem Projekt sehr zufrieden. Alle bereits installierten Funktionen in der Software laufen reibungslos, jede Maschine ist mit Kostenstellen und Kostensätzen hinterlegt. Erfolgreich funktioniert zudem die besondere Papierkalkulation im pagina|net-System von Sandler. Da das Unternehmen zu 95 Prozent Rollenpapier einkauft und dieses durch Rollen-Querschneider zu Bogen verarbeitet, erfolgt der Einkauf nach Kilo und nicht nach Bogenzahlen. Gerade vollendet wurde zudem die Installation der überarbeiteten und angepassten BDE, dessen Einsatz bevorsteht.

Sandler print&packaging im österreichischen Marbach an der Donau